Bava Metzia 193

Kapitel 193

א דינא הכי ושתיק רב
1 das Recht!? Da schwieg Rabh.
ב והלכתא כרב כהנא ורב אסי דמהדר ליה תבריה וממליא ליה דמי מנא
2 Die Halakha ist wie R. Kahana und R. Asi, daß er ihm die zerbrochene [Axt] zurückgebe und den Betrag bis zu einer guten zuzahle.
ג ההוא גברא דשאיל דוולא מחבריה איתבר אתא לקמיה דרב פפא אמר ליה אייתי סהדי דלא שנית ביה ואיפטר
3 Einst lieh jemand einen Eimer von seinem Nächsten und er zerbrach. Als er hierauf vor R. Papa kam, sprach er zu ihm: Geh, hole Zeugen, daß du damit nicht ungewöhnlich verfahren bist, sodann bist du ersatzfrei.
ד ההוא גברא דשאיל שונרא מחבריה חבור עליה עכברי וקטלוהו יתיב רב אשי וקמיבעיא ליה כי האי גוונא מאי כי מתה מחמת מלאכה דמי או לא אמר ליה רב מרדכי לרב אשי הכי אמר אבימי מהגרוניא משמיה דרבא גברא דנשי קטלוהו לא דינא ולא דיינא
4 Einst lieh jemand eine Katze von seinem Nächsten; da taten sich die Mäuse zusammen und töteten sie. Hierauf saß R. Aši und dachte darüber nach: wie ist es in einem solchen Falle, gilt dies als durch die Arbeit verendetoder nicht? Da sprach R. Mordekhaj zu R. Aši: Folgendes sagte Abimi aus Hagron ja im Namen Rabas: für einen Menschen, den Weiber getötet haben, gibt es kein Rechtund keinen Richter.
ה איכא דאמרי אכיל עכברי טובא וחביל ומית יתיב רב אשי וקא מעיין בה כהאי גוונא מאי אמר ליה רב מרדכי לרב אשי הכי אמר אבימי מהגרוניא גברא דנשי קטלוהו לא דינא ולא דיינא
5 Manche erzählen: Sie hatte sich mit Mäusen überfressen, erkrankte dann und verendete. Darauf saß R. Aši und dachte darüber nach: wie ist es in einem solchen Falle? Da sprach R. Mordekhaj zu R. Aši: Folgendes sagte Abimi aus Hagronja: für einen Menschen, den Weiber getötethaben, gibt es kein Recht und keinen Richter.
ו אמר רבא האי מאן דבעי למישאל מידי מחבריה וליפטר נימא ליה אשקיין מיא דהוי שאילה בבעלים
6 Raba sagte: Wenn jemand etwas von seinem Nächsten borgen und ersatzfrei seinwill, so spreche erzu ihm: reiche mir einen Trunk Wasser; dies ist dann ein Entleihen samt dem Eigentümer.
ז ואי פקח הוא נימא ליה שאיל ברישא והדר אשקייך
7 Wenn dieser aber schlau ist, so erwidere er ihm: zuerst borge, nachher gebe ich dir zu trinken.
ח אמר רבא מקרי דרדקי שתלא טבחא ואומנא ספר מתא כולהון בעידן עבידתייהו כשאילה בבעלים דמו
8 Raba sagte: Ein Kinderlehrer, ein Pflanzer, ein Schlächter, ein Bader und ein städtischer Barbiergelten sämtlich zur Zeit, wenn sie ihren Beruf ausüben, hinsichtlich des Entleihensals mitentliehene Eigentümer.
ט אמרו ליה רבנן לרבא שאיל לן מר אקפיד אמר להו לאפקועי ממונאי קא בעיתו אדרבה אתון שאילתון לי דאילו אנא מצי אישתמוטי לכו ממסכתא למסכתא אתון לא מציתו לאישתמוטי
9 Die Jünger sprachen zu Raba: Der Meister ist unsentliehen. Da nahm er es übel und sprach zu ihnen: Ihr wollt mich um mein Geld bringen; im Gegenteil, ihr seid mir entliehen, denn ich kann mit euch von einem Traktate zum anderenübergehen, ihr aber könnt es nicht.
י ולא היא איהו שאיל להו ביומא דכלה אינהו שאילו ליה בשאר יומי
10 Dies ist aber nichts; er war ihnen entliehen an den Tagen der Festvorträge, und sie waren ihm entliehen an den übrigen Tagen.
יא מרימר בר חנינא אוגר כודנייתא בי חוזאי נפק לדלויי טעונה בהדייהו פשעו בה ומית אתו לקמיה דרבא חייבינהו אמרו ליה רבנן לרבא פשיעה בבעלים היא איכסיף לסוף איגלאי מילתא דלמיסר טעונה הוא דנפק
11 Einst vermietete Mari Mar b. Ḥanina an die Ḥozäer einen Maulesel, und er ging mit ihnen hinaus, um mit ihnen die Last aufzuladen; da begingen sie eine Fahrlässigkeit und [der Maulesel] verendete. Als sie hierauf vor Raba kamen, verurteilte er sie. Die Jünger sprachen zu Raba: Dies ist ja eine Fahrlässigkeit im Beisein des Eigentümers!? Da wurde er verlegen. Später stellte es sich heraus, daß er hinausgegangen war, um die Ladung zu überwachen. —
יב הניחא למאן דאמר פשיעה בבעלים פטור משום הכי איכסיף אלא למאן דאמר חייב אמאי איכסיף
12 Einleuchtend ist es, daß er verlegen war, nach demjenigen, welcher sagt, man sei bei einer Fahrlässigkeit im Beisein des Eigentümers ersatzfrei, weshalb aber war er verlegen nach demjenigen, welcher sagt, man sei ersatzpflichtig!? —
יג לא מיפשע פשעו בה אלא איגנובי איגנוב ומתה כדרכה בי גנב הוי ואתו לקמיה דרבא וחייבינהו אמרו ליה רבנן לרבא גניבה בבעלים היא איכסיף לסוף איגלאי מילתא דלמיסר טעונה הוא דנפק:
13 Sie hatten keine Fahrlässigkeit begangen, vielmehr war er gestohlen worden und beim Diebe auf gewöhnliche Weise verendet. Als sie hierauf vor Raba kamen, verurteilteer sie. Die Jünger sprachen zu Raba: Dies ist ja ein Diebstahl im Beisein des Eigentümers!? Da wurde er verlegen. Später stellte es sich heraus, daß er hinausgegangen war, um die Ladung zu bewachen.
יד <big><strong>מתני׳</strong></big> השואל את הפרה שאלה חצי יום ושכרה חצי יום שאלה היום ושכרה למחר שכר אחת ושאל אחת ומתה המשאיל אומר שאולה מתה ביום שהיתה שאולה מתה
14 <b>W</b><small>ENN JEMAND EINE</small> K<small>UH ENTLIEHEN HAT, EINEN HALBEN</small> T<small>AG LEIHWEISE UND EINEN HALBEN</small> T<small>AG ZUR</small> M<small>IETE, HEUTE LEIHWEISE UND MORGEN ZUR</small> M<small>IETE, ODER WENN ER EINE GEMIETET UND EINE ENTLIEHEN HAT, UND</small> [<small>EINE</small>] <small>VERENDET IST, UND DER</small> V<small>ERLEIHER SAGT, DIE ENTLIEHENE SEI VERENDET, BEZIEHUNGSWEISE, SIE SEI AM</small> T<small>AGE, AN DEM SIE ENTLIEHEN WAR</small>, <small>VERENDET, BEZIEHUNGSWEISE SIE SEI ZUR</small>